KurzFilmFestivalNord am 18./19. März 2017 in Harsefeld

Am 18./19. März fand in Harsefeld bei Stade das FilmFestival für Norddeutschland statt. 28 Filme nahmen an diesem Wettbewerb des BDFA (Bund Deutsche Film Autoren) teil. Für (von rechts) Horst Schmidt, Wilfried Hirschhäuser, Tammo Dirks) gab es mit ihrem Film "Sehnsucht nach gestern" einen 1. Platz. Der Film wurde weitergemeldet zum BFF (BundesFilmFestival) nach Fuldabrück (Hessen). Ein schöner Erfolg. Freuen konnte sich auch unser 1. Vorsitzender Hans-Jürgen Schekahn über einen 3. Platz für seinen Film "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein".

 

 

 

 

 

 

 

Am 17. Februar wurden unsere Jubilare geehrt

Im Februar 2017 konnte der Videoclub Rastede "Blaulicht '92" etliche Ehrungen vornehmen. So erhielt Rainer Wolf (re), unser Gründungsvater und langjähriger Clubleiter, als Dank und Anerkennung für seinen unermüdlichen Einsatz für unseren Club die Goldene Ehrennadel. Seit 25 Jahren steht er uns mit seinem umfassenden Wissen in allen Bereichen der Filmerei immer zur Seite. Klaus Werner (2ter von links) wurde für 20 Jahre, Hildburg Wolf (2te von re) und Kerstin Hänecke (li) jeweils für 10 Jahre Mitgliedschaft im VCR Dank und Anerkennung ausgesprochen. Alle erhielten eine Urkunde und ein Präsent.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Clubwettbewerb am 01. Februar 2017

Beim diesjährigen Clubwettbewerb stand jedem Teilnehmer dasselbe Filmmaterial zur Verfügung: 60 Minuten Video von unserem Clubausflug nach Hamburg im letzten August. Nur diese Sequenzen durften genutzt sowie Geräusche, Musik und Kommentar hinzugefügt werden. Eine Herausforderung unter diesen Bedingungen einen Film von max. 20 Minuten zu erstellen, der seine eigene Geschichte erzählt. Am Mittwochabend konnte das Publikum die Interpretationen von den fünf Blaulichtern bestaunen und anschließend seine Stimme abgeben.

1. Platz: Heino Rocker, Titel: "Blaulichter on tour"

2. Platz: Hans-Jürgen Schekahn: "Störtebeker's Fluch"

3. Platz: Kerstin Hänecke: "zauberhaft"

Allen Gewinnern einen herzlichen Glückwunsch!

 

 

Weihnachtsfeier 2016 am 07. Dezember

20 Clubmitglieder und Gäste nahmen an unserer Jahresabschlussfeier 2016 teil und ließen sich das traditionell servierte Grünkohlessen schmecken.

Nach einem Rückblick auf ein ereignisreiches Clubjahr durch Clubleiter Hans-Jürgen stimmte uns Franz mit seinem Akkordeon wunderbar auf die kommenden Festtage ein.

Danach verbrachten wir noch schöne Stunden mit weihnachtlichen Anekdoten und persönlichen Gesprächen.

ALLEN FILMFREUNDEN WÜNSCHEN WIR EIN FROHES BESINNLICHES WEIHNACHTSFEST UND ALLES GUTE FÜR DAS JAHR 2017!

Unser Ausflug am 31. August 2016 nach Hamburg

Um 8:00 Uhr früh ging es an diesem Mittwoch mit dem Bus Richtung Hamburg. Es versprach, ein sonniger Tag zu werden. Unsere Reiseziele waren die Speicherstadt, eine Fleetfahrt und das Schulauer Fährhaus in Wedel. Angekommen in dem Lagerhauskomplex im Hamburger Hafen, führte es einen Teil unserer Mitreisenden in das Zollmuseum, während die übrigen sich schon auf den Weg zur Kehrwiederspitze machten. Rechts und links am Weg ragten die eindrucksvollen Backsteingebäude mit den Kontoren und Lagern auf. Eine Stunde war viel zu kurz, um das lebendige Treiben zu bestaunen. Nach dem Mittagsimbiss ging es per Barkasse durch die Fleete bis hin zum Hamburger Rathaus und auf der Rückfahrt vorbei an dem neuen Wahrzeichen Hamburgs, der Philharmonie. Pünktlich erwartete uns unser Bus und wir genossen die Fahrt über die sonnige Elbchaussee bis nach Wedel. „Willkomm Höft“ heißt die Schiffsbegrüßungsanlage am Schulauer Fährhaus und prompt fuhren – während wir ein leckeres Eis genossen – zwei Frachter vorbei und wurden mit ihrer Nationalhymne begrüßt. Zum Sonnenuntergang kamen wir wieder in Rastede an. Ein wunderbarer Tag!

 

 

Filmen mit dem Quadrokopter am 06. Juli 2016

Nils präsentiert einen Demofilm "Filmen mit WOW-Effekt!" und dann sein neues Gerät in Natura:DJI Phantom 4. Uns wird bei seinen Ausführungen schnell klar, was für ein Quantensprung dies im Vergleich zu seinem ersten Quadrokopter darstellt. Integriert sind nun: federnd aufgehängte (HD bzw. 4K) Kamera, Verwacklungsschutz durch 3-Achsen Gimbal, Akkuleistung von fast 30 Minuten, verschiedene Flugmodi (z. b. "Sport", zusätzliche Kameras zur Kollisionsvermeidung und und und... Auf dieser Internetseite erfahrt ihr mehr (www.camforpro.com/dji-phantom-4/ 

Der Flugbetrieb ist bequem steuerbar über ein Extra-Tablet oder ein Smartphone. Die entsprechende App scheint ein Kinderspiel daraus zu machen; aber Nils sagt auch, dass man die Fertigkeiten für die Steuerung des Fluggerätes nicht unterschätzen darf, er hat sehr von seiner Vorerfahrung mit dem ersten Quadrokopter profitiert. Nach einer beeindruckenden Demonstration auf dem Parkplatz sehen wir unmittelbar, wie ruhig die Aufnahmen gelungen sind, obwohl es nicht windstill war. Nils muss noch viele Fragen beantworten und empfiehlt uns zusätzlich das Forum von Artur Konze auf You Tube: www. Youtube.com/user/akonze73

 

 

Clubwettbewerb vom 19. Januar 2016

Kerstin hat alles hervorragend vorbereitet. Insgesamt sind 9 Filme eingereicht worden:

1. "Endlich richtig Winter" von Robert Märkl, 2. "Eiszeit" von Hans-Jürgen Schekahn, 3. "Bernstein-Gold der Ostsee" von Franz Keil, 4. "Ein Sonntagsausflug" von Inge Stührenberg, 5. "Ein Asylant im Theater" von Tammo Dirks, 6. "Erntedank bim Zillertal" von Heino Rocker, 7. "Von der Raupe zum Kleid" von Christa Müller, 8. "5 bis 10 Euro" von Klaus Peters, 9. "Choo-choo" von Kerstin Hänecke.

Die Clubmitglieder haben sich die Filme angeschaut und bewertet. Auf den dritten Platz schiebt sich Christas Doku "Von er Raupe zum Kleid", gefolgt von der "Eiszeit" von Hans-Jürgen. Unangefochten kam der Film von Kerstin "Chor-Choo" auf den ersten Platz.

Herzlichen Glückwunsch an Kerstin, Hans-Jürgen und Christa.

 

Clubwettbewerb vom 20. Januar 2015

Es waren insgesamt neun Beiträge gemeldet.

Erster Platz: Kerstin Hänecke „Wildwasser“.
Zweiter Platz: Heino Rocker „Vorsorge“.
Dritter Platz: Rainer Wolf „Punktlandung“. 

Bericht über das Bundesfilmfestival 2015 in Oldenburg

17./18. 04. 2015

In meinem Kalender war das Wochenende vom 17./18. April 2015 ganz dick angestrichen. Das hatte seinen Grund, denn zum vierten Mal richteten die Filmclubs Video-Club-Rastede und ASCO-Oldenburg das Bundesfilmfestival Familie & Sport aus. Da wollte ich wieder dabei sein, zumal es derzeit das einzige BFF im Norden ist. Wie schon in den Jahren vorher, war das City-Club-Hotel für diese zwei Tage wiederum Zentrum der Oldenburger Filmerszene. Die Ausrichter begrüßten jeden Festivalteilnehmer an ihrem Infostand und übergaben die nötigen Festivalunterlagen. So gerüstet, musste nur noch ein guter Sitzplatz gefunden werden.

Pünktlich um 16:00 Uhr geht das Licht aus und der Eröffnungstrailer stimmt die Zuschauer ein: ''Zum letzten Mal in Oldenburg – BFF Familie und Sport!'' Dazu später mehr.

Die offizielle Begrüßung der Gäste und Eröffnung des Filmfestivals übernahm Werner Garrelts vom ASCO und Festivaldirektorin Gisela Baust stellte die Juroren vor: Eva Schulmeyer aus Ludwigs­burg, Kathrin Heim aus Berlin, Dr. Stephan Vogel aus Wiesbaden, Antoni Skorniewski aus Ber­gisch-Gladbach, Filmerurgestein Sigi Menzel aus Wolfratshausen und als Moderator dieser hochkarätigen Runde Rainer Drews aus Stade. Dann übernahm Hildburg Wolf in bewährter Weise die weitere Programmführung.

Der Tradition folgend, stehen zuerst die Filme der Familiade im Wettbewerb. Zum Einstieg thematiisierte die Moviebande der Grundschule Nördlingen mit ''Offline'' die Tücken des Internets und Wolfgang Janza zeigte mit ''Casa de Palmeras'', wie einfach man südliche Idylle in die norddeutsche Tiefebene übertragen kann. Weiterhin waren relativ viele Minutenfilme im Programm, die versuchten beim Zuschauer den Lachmuskel zu strapazieren. Bemerkenswert fand ich den Beitrag von Hans Kühlwein vom Filmclub Heilbronn mit ''Aus meinem Leben''. Ein Teenager, aufgewachsen in einem Kinderheim und weit entfernt von der Sonnenseite des Lebens, findet im Rap eine Möglichkeit seine seelische Odyssee auszudrücken. Einen filmischen Höhepunkt setzen dann am Freitag Ute und Peter Riecken von der VFG Rendsburg mit ''Schwesterseelenallein''. Kindesmissbrauch in der Familie ist für Filmemacher ein heikles Thema und eine adäquate Umsetzung äußerst schwierig. Mit viel Fingerspitzengefühl, sehr guter Kameraführung und Blick fürs Detail, gepaart mit exzellenter Dramaturgie, sind die Autoren dieses Thema angegangen. Für diesen Beitrag, der sicher noch lange im Gedächtnis der Zuschauer bleiben wird, vergab die Jury später bei ihrer Abstimmung Gold. Gegen 21:30 Uhr endete für uns Zuschauer mit Projektion und ausgiebiger Jurydiskussion der erste Teil des Festivals. Später in der Hotelbar war schon einmal für viel Gesprächsstoff unter uns Filmfreunden gesorgt.

Den zweiten Tag des Festivals eröffnete Hans-Jürgen Schekahn vom Video-Club-Rastede mit einem kurzen Exkurs in die Geschichte Oldenburgs und seiner Umgebung. Im Zuschauersaal wurde es nun auch noch richtig eng und die besten Plätze waren schon lange vergeben. Den letzten Block der Familiade eröffnete ''Zu Hause ist, wo ich liebe'' von Claudia Telschow vom FILMthuer e.V., mit 30 Minuten der längste Beitrag des gesamten Festivals. Die Autorin erzählte die Lebensgeschichte ihres Onkels, der als junger Mann in Nordafrika in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet, nach Jahren sich in Schottland wiederfand und später den Weg zurück in die alte Heimat scheute, weil sich der eiserne Vorhang quer durch Deutschland zog. Nach dem Mauerfall sah er seine Verwandten in Sachsen wieder und eine neue Liebe verschlug ihn dann nach Äthiopien. Mittlerweile ist der Protagonist 94 Jahre alt und hat noch einiges vor. Für mich ein Film, wie er besser auf eine Familiade nicht passen kann. Trotz einiger Längen sehr interessant und unterhaltsam. Als vor einiger Zeit der ehemalige Ponyhof ''Bornhorst'' abbrennt, wird für Gisela und Walter Baust vom VCR ein Teil ihrer Familiengeschichte ebenfalls ein Raub der Flammen. Vor langer Zeit hatten die Autoren dieses ver­lassene Anwesen erworben und mit viel Fleiß und Mühe zu ihrer Heimstatt ausgebaut. Obwohl sie nicht mehr Eigentümer der Anlage sind, bleiben eine Vielzahl tiefer Erinnerungen zurück.

Der Unterschied der Geschlechter ist eine unendliche Geschichte und wird wohl nie einen Abschluss finden. Ein weiteres Kapitel in diesem Kontext hat Egid Spies mit seiner Schülergruppe hinzugefügt. ''Unterschiede? Boys vs. Girls'' sind ein sehr unterhaltsamer Beitrag zu diesem Thema. Diesen Film mit gut inszenierten Gags, eingebettet in ein sehr durchdachtes Gesamtkonzept, gepaart mit einem flotten Schnitt und guter Vertonung, honorierten die Zuschauer mit sehr viel Applaus und die Juroren mit Silber. In der Gesamtbilanz der Familiade, wurden neben einmal Gold und Silber zehnmal Bronze vergeben. Herzlichen Glückwunsch an die Preisträger.


Und dann wurde es sportlich. In der Kategorie Sportfilm gingen ein Dutzend Beiträge ins Rennen um die Plätze. Neben bekannten Sportarten, machte der Zuschauer Bekanntschaft mit einigen exotischen Freizeitbeschäftigungen die lustig anzusehen sind, wie z.B. ''Bubble Football'' - eingefangen von Monika Meyer vom Amateur Film-Club Straubing. Aus dem gleichen Club präsentierte uns Elfriede Abele mit ''Die leere Hand'' eine Karate-Collage. Natürlich wurde auch kräftig in die Pedale getreten. Michael Gropp zeigte uns mit ''Transalp'', wie man am schnellsten mit einem Fahrrad vom Chiemsee an den Gardasee kommt. Dort war Thomas Häring mit seinen Sportfreunden schon angekommen und heiß auf den ''Mythos Tremalzo'', eine Tour für Mountainbiker mit äußerst hohem Stellenwert. Für den vergossenen Schweiß auf dieser Tour zog die Jury Silber. Christian Schöfer vom Film & Video Club Bamberg bricht eine Lanze für seine Stadt und ihre Basketballmannschaft und macht mit ''Freak City – Ihr-Wir-Bamberg'' Werbung für diesen Sport. Silber gab es auch für David Gräber vom Filmclub Singen-Radolfzell. Mit der Ankündigung ''Beton in Bewegung'' lässt er erst einmal offen, was, wo und wie bewegt wird. Dann tauchen wir ab in eine sehr aktive Skater-Szene, die durch die Kommune Radolfzell gefördert und unterstützt wird. Nun ist zu verstehen, dass die Bewegung auf dem Beton stattfindet und die Freaks das mit ihren Kunststücken eindrucksvoll zelebrieren. Auch beim Sportfilm geht nichts ohne die Numero eins; ''Fußballtag in der Katharinenschule'', ein Beitrag von Horst Drömer und seinen Filmfreunden von der Hamburger Filmwerkstatt, dokumentiert einen Aktionstag in einer Grundschule, wo sich alles um das runde Leder dreht. Egal, ob Mädchen oder Jungen, zusammen wird geübt, probiert und gekickt; am Ende zählt für die Kids nur der gemeinsame Spaß.

Apropos Spaß, den hatten im Schweizer Melchtal Bergit und Jürgen Bergmann von der Filmgruppe Ortenau. ''Im Reich des Steinbocks'' gingen sie auf Klettertour und hatten sich mit dem Schwierigkeitsgrad 6+ eine besondere Route ausgewählt. Außergewöhnliche Kameraperspektiven und ein schneller Schnitt sorgten selbst bei mir als Zuschauer für den gewissen Kick und machten mich virtuell zum Mitglied dieser Seilschaft. Danke.

Der Sportfilm ist schon ein besonderes Genre und sehr reizvoll anzusehen, zumal die Protagonisten häufig die Grenzen von Belastbarkeit dokumentieren. In dieser Kategorie gab es von der Jury zwei­mal Silber und viermal Bronze. Ebenfalls herzlichen Glückwunsch an die Preisträger.

Was wäre ein Filmfestival ohne Jury? Nichts! Diesmal war es den Organisatoren wieder gelungen, eine sehr kompetente Jurorenriege zu verpflichten. An Hand der Beiträge wurden nicht nur Stärken und Schwächen der Aufnahmen diskutiert, sondern auch Grundsätzliches zur Filmgestaltung aufgezeigt. O-Ton Sigi Menzel:“Filmemachen heißt nicht das Leben wiedergeben, sondern die Essenz daraus zu zeigen.“ Somit bekamen wir als Publikum auch gleichzeitig noch ein Filmseminar geboten. Für die Leistung der Jury hätte ich Gold vergeben.

Spannend war dann noch, welche Filme schickt das Auswahlgremium zur DAFF? In Dortmund sind dabei: Schwesterseelenallein (Ute u. Peter Riecken), Unterschiede Boys vs. Girls (Egid Spies), Freak City – IHR-WIR-BAMBERG (Christian Schöfer) und Im Reich des Steinbocks (Bergit u. Jürgen Bergmann). Die Sonderpreise gingen an 1. Der besondere Film: Schwesterseelenallein und 2. Bester Gemeinschaftsfilm: Fußballtag in der Katharinenschule. Glückwunsch und viel Erfolg bei der DAFF.

Und irgendwann ist jedes Festival einmal zu Ende. Die Oldenburger Bürgermeisterin Germaid Ei­lers-Dörfler hatte es in ihrem Grußwort schon anklingen lassen, Umstrukturierungen innerhalb des BDFA verändern natürlich auch die Festivallandschaft und sie stellte mit Bedauern fest: „dass Ol­denburg in Zukunft nicht mehr zu den Austragungsorten zählen wird – und das ist nicht nur für diejenigen, die in der Szene aktiv sind, ein großer Verlust.“ Am Ende dieses Bundesfilmfestivals hielt Gisela Baust, die all' die Jahre der spiritus rector des Festivals war, ihr Schlusswort. Sie bedankte sich sehr bei den Sponsoren, Autoren, Juroren, Gästen und ganz besonders bei ihrem Team vom VCR und ASCO. Im Hintergrund lief über die Lautsprecher ''Time To Say Goodbye'', es fehlten nur noch die Feuerzeuge. Danke Gisela!

wilfried waack/hfw

 

 

  • Die Veranstaltung war immer gut besucht.

  • Die Technik-Crew, teilweise mit unkonventionellen Mitteln.

  • Peter und Ute Riecken gewannen eine Goldmedaille.

  • Der Chor "Schall und Hauch" begeisterte die Filmfreunde.

  • Das BFF in angenehmer Atmosphäre.

  • Die Organisationsleiterin Gisela Baust mit Werner Garrelts (1. Vors. vom ASCO).

Bericht über das BFF Familie und Sport 2014 in Oldenburg

02./03. 05. 2014 

"Wir sind Familiade !"

Vom tiefen Süden in den hohen Norden, zum wiederholten Male und auch noch mit ziemlichem Vergnügen - das können nur Verrückte sein oder Filmer.

Zwischen beiden Spezies besteht ohnehin kaum ein Unterschied und wer vom Virus Filmen befallen ist, kann eh für die normale Menschheit als verloren gelten. Gut, dass es ein Auffangbecken gibt - den BDFA mit seinen Bundesfilmfestivals. Noch besser, dass es in besagtem hohen Norden einen verschworenen Haufen gibt, der selbstbewusst von sich behauptet : "Wir sind Familiade!"

Das kommt fast einem Schlachtruf gleich, unterstreicht aber auch so viel Familiäres, dass man es einfach erlebt haben muss, das Bundesfilmfestival Familie/Sport zum dritten Male ausgetragen in Oldenburg.

Moin, Moin kann man dazu nur sagen, bezogen auf zwei gute und nicht zuletzt auch entspannte Tage - aus Besuchersicht. Das Team um Gisela Baust kümmerte sich unaufgeregt um alles und jeden. Und auf diese Weise zog es tatsächlich Kreise, das Gefühl "Wir sind Familiade!"

Die lockere Begrüßung durch die 1. Vorsitzenden Hans-Jürgen Schekahn (Video-Club-Rastede "Blaulicht 92") und Werner Garrelts (ASCO Filmclub Oldenburg) gehörte ebenso dazu wie die charmante Moderation von Hildburg Wolf mit süßer Versuchung für jene 14 Autoren, die nach Oldenburg gekommen waren.

Insgesamt 35 Filme standen auf dem Programm, wobei der Schwerpunkt auf dem Familienfilm lag - man war ja schließlich Familiade. Das heißt nicht, dass das eigenständige Bundesfilmfestival Sportfilm zu kurz kam. Ihm wurde dieselbe Aufmerksamkeit und Obhut zuteil wie der anderen Sparte.

Was war zu sehen? Vielseitiges, Berührendes, Strapaziöses und Heiteres, Schwungvolles und ganz Besonderes. Aber auch mancher Streifen, zu dem man lieber nichts sagen wollte. Vielsagendes Schweigen kann sich eine Jury aber nicht leisten. Von ihr will man hören, wie sie das gesehene interpretiert, ob sie einem sogar neue Blickwinkel eröffnet. Dass die Truppe um Juryleiter Reiner Urban dabei zuweilen hohen Unterhaltungswert entwickelte, lag nicht nur an einer gewissen Unbekümmerheit, sondern auch an der Zusammensetzung. Martina Huismann-Eggers, Sigrid Steinweg, Dr. Helmut Ludwig, Bernhard Zimmermann und Adalbert Becker scheuten sich nicht davor, kontrovers zu diskutieren. Auch das macht einen Bundesfilmwettbewerb spannend.

Zu toppen ist das dann nur noch durch die Abstimmung und die erhoffte Weitermeldung. Wer wie abgeschnitten hat und mit welchen Sonderpreisen belohnt wurde, ist in der Ergebnisliste festgehalten. Wer dabei nicht so gut abschneiden durfte, aber angereist war, mag sich mit den süßen "Pulvertürmchen" getröstet haben. Vielleicht half auch der Griff zum Glas beim Sektempfang oder das Sackenlassen bei der unterhaltsamen Abendveranstaltung. Die gehört nämlich auch zur "Familiade". Diesmal überraschte der unterhaltende Zauberer JAKABI.

Vom tiefen Süden in den hohen Norden zu reisen hat sich auch diesmal wieder gelohnt. Schon allein des Gefühls wegen, mit einbezogen zu sein in die Feststellung:

"Wir sind Familiade"

Barbara Ibsch

  • Gisela Baust, Organisationsleiterin des BFF

  • Hans-Jürgen Schekahn im Gespräch mit Ehepaar Ibsch

  • Die Jury – immer unterhaltsam

  • Der Saal war immer gut gefüllt

  • Zum Abschluss des BFF verzauberte uns JACABI

Bericht über das BFF Familie und Sport 2013 in Oldenburg

12./13. 04. 2013

Der Video-Club Rastede richtete 2013 zum zweiten Mal zusammen mit dem ASCO-Filmclub Oldenburg das Bundesfilmfestival Familienfilm und Sportfilm aus.

Hier ein Bericht mit dem Namen der Sieger:

''Oldenburg ist nicht Venedig oder Cannes. Auch nicht Berlin. Und trotzdem gibt es in Filmerkreisen inzwischen eine ganze Menge Leute, die Oldenburg als „Geheimtipp“ handeln.'' So begann Prof. Dr. Gerd Schwandner, Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg und Schirmherr des BFF Familie & Sport, sein Grußwort an das Festival und outete sich als Kenner der Amateurfilmszene. Und diese Szene traf sich in der Stadt der Wissenschaft nun schon zum zweiten Mal. Nach der fulminanten Premiere dieser Veranstaltung im letzten Jahr, galt es nun gesetzte Ansprüche und Erwartungen ein­zulösen. Dafür legten sich der Video Club Rastede ''Blaulicht 92'' und der ASCO-Filmclub Olden­burg mächtig in die Riemen.

 

Festivalkäpt'n Gisela Baust hatte viel im Logbuch vermerkt und die Kommandos präzise verteilt. Es standen immerhin 23 Filme im Wettbewerb, die dem Auditorium in bester Qualität präsentiert wer­den sollten. Außerdem galt es auch, den Zeitplan des Festivals einzuhalten und Raum für individu­elle Diskussionen zu berücksichtigen. Also eröffneten Hans-Jürgen Schekahn/VCR und Werner Garrelts/ASCO pünktlich am Freitag den ersten Teil dieser Filmfestspiele mit einem herzlichen und landesüblichen ''Moin Moin!''. Zusätzlich gab es für die angereisten ''Süßwasserma­trosen'' noch ein paar Informationen über die Stadt Oldenburg und seiner geographischen Umgebung, die über die Jahrhunderte intensiv von der Nordsee geprägt und geformt wurde. Dann folgte die Vorstellung der Jury: mit Bernhard Lindner/Plochingen als Juryleiter und Anke Stoverok/Köln, Christi­ne Wilkerling/Hanau, Wolfram Schmachtenberg/Köln, Rainer Drews/Stade und Jürgen Richarz/Ennep­etal als Juroren.

Und dann ging es endlich los. Von Moderatorin Hildburg Wolf/VCR wurden die Einzelbeiträge kurz vorgestellt und an die anwesenden Autoren ein Pulvertürmchen überreicht. Was ein Pulvertürmchen ist? Ganz einfach: eine Oldenburger Spezialität aus Schokolade, neben der selbst die Salzburger Mozartkugeln alt aussehen. Manko: in einer Packung sind immer nur vier Stück enthalten.

Die 13. eingereichten Familienfilme wurden auf drei, die 10. Sportfilme auf zwei Projektionblöcke aufgeteilt. Nach jedem Block hatte die Jury ihren Auftritt, wobei für die Diskussion in der Regel circa 30. Minuten eingeplant waren. Der Juryeinstand am Freitag war sehr abwechslungsreich und die Filmbesprechungen standen in ihrem Informations- u. Unterhaltungswert hoch im Kurs der Zu­schauer. Für die war es ebenfalls sehr hilfreich, dass Bernhard Lindner zum Auftakt der Diskussi­onsrunde die Kategorie Familienfilm in prägnanter Form nochmals definierte und in Erinnerung rief.

Später saßen wir dann in der Teestube des Oldenburger City-Club-Hotels bei Wasser, Wein und Je­ver zusammen und konnten über Gassi geh'n, Tannenbaumschmuck, Schietwetter in Vietnam, Schulaufsätze und nervige Schutzbefohlene fachsimpeln. Dieser abwechslungsreiche Auftakt am Freitag machte uns allen schon 'mal viel Lust auf den Samstag.

Ausgeschlafen und in bester Stimmung fanden sich dann wieder alle Beteiligten im Vorführsaal des Hotels ein. Auf den Zuschauerbänken war es nun auch enger geworden, denn die Anzahl der Besucher hatte sich an diesem Tag deutlich erhöht. Deshalb nochmals eine herzliche Begrüßung incl. Vorstellung der Jury und die Moderatorin verteile weiterhin fleißig die Pulvertürmchen. Der Vorrat an dieser Köstlichkeit schrumpfte erheblich, denn weit mehr als die Hälfte der Filmautoren waren persönlich anwesend. Für den Ausrichter eines derartigen Filmfestivals ist es natürlich eine besondere Wertschätzung, wenn die nominierten Filmemacher dabei sind und ungeachtet größerer Distanzen, z.B. vom Bodensee, nach Oldenburg anreisen. Dieser Enthusiasmus ist bei uns Autorenfilmern noch sehr präsent, da ist man noch mit Leib und Seele dem Amateurfilm verbunden.

Diese Verbundenheit besaßen ganz offensichtlich auch die Juroren. Mit sehr viel Augenmaß wurden die Filme analysiert, Stärken und Schwächen aufgezeigt und deren Themen in sehr unterschiedlicher Betrachtungsweise interpretiert. Und gerade diese unterschiedlichen Sichtweisen sorgten für viel Gesprächsstoff bei den Diskussionen. Für die Zuschauer, die mit der Bild- u. Tonsprache nicht so sehr vertraut sind, ergab sich bei diesen Filmbesprechungen noch ein erheblicher Lerneffekt. Außerdem verstand es Bernhard Lindner in exzellenter Form seine Mannschaft zu führen und zu fordern. Dafür an dieser Stelle ein extra Applaus.

Den Verantwortlichen der Stadt Oldenburg liegen die Belange von uns Filmemachern des BDFAs wohl sehr am Herzen, denn stellvertretend für den Oberbürgermeister überbrachte Frau Eilers-Dörfler persönlich die Grüße des Schirmherrn, wünschte gute Unterhaltung und sprach die Hoffnung aus, dass solch ein Filmfestival doch fester Bestandteil im kulturellen Leben der Stadt Oldenburg und Umgebung sein sollte. Sie ließ ihren Worten auch gleich Taten folgen und nahm Platz im Auditorium.

Ebenfalls nicht ganz unbeteiligt am Gelingen dieser Veranstaltung waren die örtlichen Sponsoren, die sich großzügig zeigten und generell die finanzielle Basis für dieses Filmfest stellten. Danke! Wirtschaft, Fremdenverkehr und Kultur als Symbiose, da geht doch noch was, oder?

Am Samstag Nachmittag gingen dann die gemeldeten Sportfilme an den Start. Abwechslung bei diesem Genre war garantiert und selbst die Jury musste den Zeitplan überziehen, denn die Sportbeiträge verlangten einfach nach einer intensiven Diskussion.

Leider kann man in dieser Form nicht jeden Film Revue passieren lassen. Im Bereich Familienfilm sind die Beiträge von Eckhard Baschin/Heidenheim mit ''… immer Montags'', Christian Schäfer/Bamberg mit ''Wien ruft'' und Lokalmatador Hans-Jürgen Schekahn/Rastede mit ''Schatten der Vergangenheit'' besonders zu nennen. Für diese Filme gab es Silber und eine Weitermeldung zu den Deutschen Filmfestspielen 2013 in Jülich. Gold wurde in dieser Kategorie nicht vergeben.

Beim Sportfilm wurden Marcus Lauterbach/Jena für ''Bergline'' und Barbara u. Hartmut Ibsch/Teck für ''AIPMYLO'' (Olympia rückwärts) Silber zuerkannt. Den Filmfreunden Ibsch wurde ebenfalls der Sonderpreis für ''Der besondere Film'' verliehen. Und dieses unaussprechliche AIPMYLO war schon ein besonderer Film, denn mit viel Augenzwinkern und schwäb'schem Humor verstanden es die Autoren, den Sinn oder auch Unsinn dieser Großveranstaltung zu thematisieren.

Sport ist Bewegung, Ausdauer, Kraft, Erfolg: einmal auf dem Treppchen ganz oben stehen. Er ist aber auch Leidensfähigkeit, Verzweiflung und eigene Grenzen oder Niederlagen anerkennen und akzeptieren zu können, ähnlich wie beim Amateurfilm. Sport ist immer eine Herausforderung. Wer da noch den besonderen Kick benötigt, der kann es ja einmal mit einem Radmarathon in den Tiroler Alpen probieren. Für Christl und Erich Herold/Singen war es wirklich ''Eine neue Herausforderung''. Mit der Kamera begleiteten sie ihre Protagonistin über diese Wahnsinnstour und sorgten dafür, dass der Zuschauer irgendwie immer live dabei war. Selbst verspürte man am Ende einen gewissen Hauch von Muskelkater. Kameraführung, Dramaturgie, Ton, Schnitt und Realisie­rung überzeugten Publikum und Jury. Dafür gab es Gold, die Weitermeldung zur DAFF und den Sonderpreis ''Bester Schnitt'' und sehr viel Applaus. Somit hat sich die weite Anreise vom Bodensee in die norddeutschen Gefilde echt gelohnt. Herzlichen Glückwunsch!

In der Sonderkategorie S-Film war nur ein Beitrag von Christian Buchnauer/kein BDFA-Mitglied mit ''ELEMENTAR'' gemeldet. Dafür vergab die Jury Silber.

Insgesamt wurden 1x Gold, 6x Silber und 7x Bronze vergeben. Allen Preisträgern Hochachtung und herzlichen Glückwunsch zum Erfolg.

Fazit: Wie schon im letzten Jahr, habe ich dieses Filmfestival als sehr ausgewogen und familiär-kompetent empfunden. Ähnliche Gründe mag BDFA-Vorsitzender Klaus-Werner Voß gehabt haben, denn seine Anwesenheit in Oldenburg wurde mit sehr viel Freude und Anerkennung von den Veranstaltern VCR/ASCO aufgenommen. Nun bleibt für die Zukunft nur zu hoffen, dass sich der Erfolg aus Oldenburg nicht nur bis zum Bodensee, sondern auch in den umliegenden Hansestädten herum spricht.

Im nächsten Jahr sehen wir uns in Oldenburg wieder!

ww/hh

 

 

 

  • Die Vorsitzenden mit der Organisationsleiterin

  • Aufmerksames Publikum während des BFF

  • Jury

  • Jury

  • Eine Goldmedaille für Ehepaar Herold

  • Klaus Werner Voß (links), Präsident des BDFA, bei uns zu Gast

  • Ehepaar Ibsch: Silbermedaille und Sonderpreis "Der besondere Film"

  • Zum Ausklang des BFF: Die Oldenburger Schrumpfgermanen